Miteinander reden, essen und Spaß haben

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Mittendrin statt nur dabei beim Begegnungsnachmittag: der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll (sitzend, Dritter von links). Foto: P. Federlein

fed / geo 13. Februar 2017

Gut gefüllt war die Markthalle am Sonntagnachmittag, als das Mellrichstädter Solidaritätsteam Neubürger, Asylbewerber und Einheimische zum Begegnungskaffee eingeladen hatte. Auch aus Saal, Wülfershausen und Ostheim waren Asylbewerber mit ihren Begleitern nach Mellrichstadt gekommen. „Menschen begegnen – ich bin dabei“, lautete das Motto.

Beim Begegnungsnachmittag gefragt waren Kleidung, Heimtextilien und Haushaltswaren, die zuvor als Spenden eingegangen waren. Positiv stellen die Helferinnen und Helfer des Solidaritätsteams fest, dass die Neubürger in der Stadt viel Unterstützung seitens der Bevölkerung erfahren. Schön zu wissen auch, dass sich die Kinder dieser Familien in der Schule und in den Kindergärten wohl und gut aufgehoben fühlen.

Bewegung verbindet

Im Obergeschoss der Markthalle hatten die Kinder bei verschiedenen Spielen die Gelegenheit, sich so richtig auszutoben. Die Lautstärke zeigte, dass alle viel Spaß hatten.

Beim Thema Integration gibt Sport eine nicht zu unterschätzende Hilfestellung: So sind Kinder bereits in verschiedenen Sportgruppen (Handball, Fußball, Leichtathletik) in Mellrichstadt aktiv, Erwachsene begeistern sich für Volleyball und Fußball. Am Sonntag tobten sich viele Jugendliche und Erwachsene beim Kicker und an der Tischtennisplatte aus.

Wegen ständigen hohen Andrangs hatten die Damen an der Getränke-Theke sowie am Kuchenbüfett alle Hände voll zu tun. Um sich für die Gastfreundschaft zu revanchieren, boten die Neubürger beim Begegnungsnachmittag auch Kuchen- und Gebäck-Spezialitäten aus ihren Heimatländern an. Und Besucher aus Mellrichstadt und aus dem ganzen Landkreis waren neugierig, diese Spezialitäten zu kosten.

Tipps für Behördengänge

Mittendrin im Kreis der Besucher war auch der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll; so manch hilfreiche Tipps im Umgang mit Behörden dürften die Leute von ihm erhalten haben. Die Verständigung funktionierte recht gut; nur wenige Asylbewerber sprechen kaum Deutsch. Bei Bedarf sprang Dolmetscher Mustafa Honneineh ein. Suckfüll warb in diesem Kreis eindringlich dafür, die Integrations- und Alphabetisierungskurse, die die Volkshochschule Rhön und Grabfeld anbietet, zu nutzen. Zumal das Erlernen der deutschen Sprache Voraussetzung für die Anerkennung als Asylbewerber beziehungsweise Flüchtling ist.

Wohnungen gesucht

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Kinder und Jugendliche fanden beim Begegnungsnachmittag viele Möglichkeiten, sich so richtig auszutoben. Foto: P. Federlein

Im Moment, so Marianne Fritz, dürfen die anerkannten Flüchtlinge zwar aus der Gemeinschaftsunterkunft ausziehen, aber den Freistaat Bayern nicht verlassen. Nach wie vor besteht zudem das Problem des Wohnungsmangels – nicht nur in Mellrichstadt fehlt es an geeignetem Wohnraum für die Neubürger.

Wer hier mithelfen will: Das Solidaritätsteam sucht Verstärkung. Einmal in der Woche, am Mittwochnachmittag, wird in einem Raum der GU ein solches kreatives Arbeiten angeboten. Zum anderen werden für den Donnerstagnachmittag noch Aufsichtspersonen für den Computerraum im Treffpunkt gesucht. Infos unter Tel. (0 97 76) 97 98 sowie im Internet: www.asyl-mellrichstadt.de