Alle Beiträge von Janine Fetzer

Schwimmbad-Begehung

Zur Beginn der Freibad-Saison lud Herr Fritz, Bademeister im Schwimmbad in Mellrichstadt, die AsylbewerberInnen zu einer Schwimmbad-Begehung ein. Dabei erklärte er den Asylbewerbern alle wichtigen Regeln, die man bei einem Besuch im Schwimmbad zu beachten hat. Vor allem das Verhalten an der Rutsche war ihm wichtig, da man in einem 1,20m tiefem Becken  landet und dann schwimmen können muss. Er erklärte den Flüchtlingen weiterhin, dass die Kinder nicht ohne die Eltern ins Schwimmbar dürfen. Beim Rundgang von den Umkleiden zu den Duschen, zur Rutsche usw. half sowohl Mustapha beim dolmetschen, als auch ein Mädchen, welches in russischer Sprache dolmetschte. Allerdings verstehen die meisten mittlerweile schon so viel deutsch, dass se wussten worum es ging. Im Anschluss durften die Kinder und Erwachsenen das Bad kostenlos benutzen.

Die Regeln werden nochmals schriftlich fixiert und in verschiedene Sprachen übersetzt und aufgehängt. So sind die Asylbewerber gut für die Freibad-Saison gerüstet!

 

Aus Fremden werden allmählich Freunde

Zeitungsartikel zum nächsten Begegnungstreffen am 23. Oktober

MELLRICHSTADT (sto)   Man kennt sich. Auf längere Sicht hin, sollte diese Aussage das Ziel sein. Und zwar was die gegenseitige Begegnung zwischen Einheimischen und Neubürgern betrifft. Erste Schritte in dieser Richtung waren bisher die monatlichen Begegnungstreffen mit den Asylbewerbern und Flüchtlingen, um sich näher kennenzulernen. Ein Lernprozess für beide Seiten, der am Sonntag, 23. Oktober, fortgesetzt wird: Das nächste Begegnungstreffen steht dann in der Markthalle von 14 bis 17 Uhr auf dem Programm.

Als kleines Herbstfest soll dieser Sonntag  nach dem Willen der Verantwortlichen des Solidaritäts-Teams gestaltet  werden. Neben Kaffee und Kuchen sowie Speisen aus den Herkunftsländern wird auch heimisches Obst das Angebot bereichern. Die Kommunikation untereinander sollen vor allem Spiele, ob dies nun Brett-, Tisch- oder Kartenspiele sind, anregen. Nun stehen ja die Wintermonate vor der Tür: Ein Basar mit Winterbekleidung und entsprechendem Schuhwerk wird daher nicht fehlen. Kleider- und Schuhspenden können ab 12.30 Uhr in der Markthalle abgegeben werden.

Aus der Sicht des Solidaritäts-Teams stellt sich die Situation der Neubürger mit Blick auf die Integrationsbemühungen von Seiten der ehrenamtlichen Helfer zusammengefasst so dar: Derzeit sind 89 Asylbewerber und Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) untergebracht. Viele Neubürger sind in Integrations- beziehungsweise Sprachkursen eingebunden, manche von ihnen machen nachmittags bereits ein Praktikum, um zu erfahren, ob sie in ihren Berufen auch in Deutschland arbeiten können. Die Neubürger sind hier gut aufgenommen, so trifft man zahlreiche Neubürger beim Einkaufen und Jüngere auf dem Weg zur Schule. Und die Resonanz, so zeigt die Erfahrung, im Hinblick auf das Auftreten der Neubürger ist in der Bevölkerung wie auch bei den Geschäftsleuten gleich positiv.

Es werden Wohnungen gesucht, ob nun Ein-, Zwei-, Drei- oder Vierzimmer-Wohnungen. Wer also Wohnraum anbieten kann, eventuell auch Ferienwohnung oder Einliegerwohnung, ist beim Begegnungstreffen am 23. Oktober willkommen, um sich im Detail zu informieren. Für Fragen stehen die Offiziellen des Solidaritäts-Teams zur Verfügung. Wer Mobilar für die Einrichtung der Wohnungen zur Verfügung stellen kann, wendet sich an die Offiziellen des Helferkreises, „es wird einiges gebraucht“, heißt es von dieser Seite.

Ansonsten stehen Fahrräder hoch im Kurs. Es muss nicht ein E-Bike sein, obwohl auch ein solches – älteres Modell – gespendet wurde. Gefragt sind Räder mit oder ohne Gangschaltung, Kinderräder und Inliner.

Gesucht werden nach wie vor weitere ehrenamtliche Helfer beziehungsweise solche, die schon ihre Mitarbeit zugesichert haben, aber noch keine Aufgabe hatten. Ein Gespräch, eine Anfrage könnte ja beim Begegnungstreffen erfolgen. Unterstützer sind jederzeit willkommen. Die ehrenamtlichen Helfer repräsentieren die Willkommenskultur der Stadt, ein guter Zuspruch  wie auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind für Marianne Fritz und ihre Mitstreiter vom Solidaritäts-Team „eine Anerkennung dieser Arbeit“.

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veröffentlicht in der Main-Post am 24.05.2016

Zum zweiten Mal hatte das Solidaritätsteam VG Mellrichstadt die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft und der dezentralen Wohnungen in der Umgebung, sowie die gesamte Bevölkerung in die Markthalle eingeladen.

Unter dem Motto „Annäherung statt Ausgrenzung“ gab es auch am Samstag beim jüngsten Begegnungstreffen zwischen den Mellrichstädtern und ausländischen Neubürgern wieder viele Gelegenheiten, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen, persönliche Kontakte zu knüpfen und das gegenseitige Toleranzgefühl zu stärken.

„So viele waren es beim ersten Treffen nicht“, freute sich Marianne Fritz vom Solidaritäts- und Organisationsteam. Sie schätzte, dass wohl nahezu doppelt so viele Besucher gekommen waren wie beim ersten Begegnungstag im April.

Inzwischen kennen manche sich gut, sodass einige Begrüßungen sehr herzlich ausfielen und viele Begegnungen sich noch offener und ohne Scheu gestalteten. Auch die Deutsch-Kenntnisse haben sich bei vielen Asylbewerbern inzwischen verbessert. Dies machte so manches Gespräch einfacher und Dolmetscher Mustapha Houneineh musste nicht ganz so oft zum Übersetzen einspringen. Einige Kontakte erwiesen sich zudem für beide Seiten als Gewinn.

Beispielsweise wird ein ausländischer Mitbürger nun von einer Mellrichstädterin in deutscher Sprache unterrichtet, während er, als gelernter Informatiker, ihr den Umgang mit dem PC beibringt.

Auch am reichhaltigen Kuchenbuffet waren dieses Mal syrische Frauen beteiligt, die verschiedenste Leckereien, gebacken nach traditionellen Rezepten aus ihrer Heimat, mitgebracht hatten.
Spaß am Spiel

Zum Erfolg des zweiten Begegnungstreffens trug aber auch das schöne Wetter bei. Bei strahlendem Sonnenschein spielte sich das Geschehen hauptsächlich vor der Markthalle im Freien ab. Für die Kleinen hatten die Verantwortlichen dort einen Spielbereich mit Mal- und Bauecke eingerichtet, der mit Begeisterung von den Kindern angenommen wurde. Jede Menge Spaß und Freude am gemeinsamen Spiel hatten aber auch die Erwachsenen an der Tischtennisplatte und am Kicker-Tisch. An letzterem gab es sogar ein heiteres Match zwischen dem Solidaritätsteam (Teamleiter Helmut Dietz und Marianne Fritz) und einigen GU-Bewohnern.

Höhepunkt des Treffens war jedoch, als einige syrische Neubürger einen arabischen Hochzeitstanz vorführten und die Besucher zum Mittanzen und Mitsingen aufforderten. Clownfrau Rosa Sonntag, alias Monika Haid, die zur Belustigung der Kleinen zur Markthalle gekommen war, ließ sich das nicht zweimal sagen und reihte sich gleich bei der Tanzgruppe mit ein.

Einen Stand mit Kinderkleidung, Schuhen und anderen Gebrauchsartikeln, sowie mit ein paar gesponserten Kinderfahrrädern, Fahrradhelme und Bobby-Cars, gab es ebenfalls wieder. Nachdem das Kleiderdepot in Mellrichstadt geschlossen ist, war auch hier die Nachfrage groß.

Nach diesem Erfolg ist das nächste Begegnungstreffen schon in Planung. Im August will das Solidaritätsteam ein Sommerfest an der Gemeinschaftsunterkunft in der Sondheimer Straße veranstalten.

Das Team hofft, dass auch dorthin wieder viele Besucher den Weg finden, dass das Fest erneut gemäß dem Motto „Annäherung statt Ausgrenzung“ dazu beiträgt Ängste abzubauen und die Solidarität festigt.

Begegnungsnachmittage oder Begegnungscafé

Eine weitere Anregung, die das Solidaritätsteam ins Leben gerufen hat, sind die sogenannten „Begegnungsnachmittage“ oder “Begegnungscafés”. Dabei steht vor allem gemeinsames kochen und austauschen auf dem Programm, ganz unter dem Motto „Völkerverständigung geht durch den Magen“. An diesen Begegnungsnachmittagen sind neben den Asylsuchenden nicht nur die Helfer des Solidaritätsteams anwesend, sondern auch Anwohner von Mellrichstadt. Die Nachmittage stehen ganz im Zeichen der Begegnung und des gegenseitigen Kennenlernens.

Begegnungsnachmittag Buffet

Beim ersten Begegnungsnachmittag haben die syrischen Familien verschiedene typisch syrische Gerichte vorbereitet, dazu gehörten unter anderem „Lahm bajin“, Bulgur-Bällchen und „Taboulé“. Die Mellrichstädter Familien spendierten ihrerseits viele Kuchen.

Der zweite Begegnungsnachmittag am 09.04.2016 wurde mit einem Fahrradflohmarkt verbunden. Einige Einheimische boten ihre Fahrräder den Asylbewerbern zum Kauf an. Aber auch im Vorfeld wurden bereits viele Fahrräder im Sammeldepot abgegeben, die, bevor sie zum Verkauf angeboten wurden, fachmännisch durchgecheckt und auf ihre Verkehrssicherheit überprüft wurden. Außerdem fielen die vielen Begegnungen zwischen Einheimischen und Neubürgern, die sich bereits kennen, sehr herzlich aus. Aber auch andere Kontakte wurden neu geknüpft, und das trotz mancher Sprachbarriere.

Der nächste Begegnungsnachmittag findet am 12.02.2017 von 14-17 Uhr in der Markthalle in Mellrichstadt statt.

 

Ein neues Fahrrad und neue Freunde

erschienen in der Main-Post am 10. April 2016

Mit den ausländischen Neubürgern ins Gespräch kommen, persönliche Kontakte knüpfen, dabei das gegenseitige Toleranzgefühl stärken und Brücken bauen zwischen den Kulturen – dazu gab es beim gutbesuchten Begegnungskaffee in der Mellrichstädter Markthalle genügend Gelegenheit.

Unter dem Motto „Annäherung statt Ausgrenzung“ hatte das Solidaritätsteam in Mellrichstadt am vergangenen Samstag Asylbewerber und Flüchtlinge aus der ganzen Umgebung sowie alle Einheimischen zu einem Treffen eingeladen. Die Organisatoren freuten sich: Viele kamen zum Begegnungstag und wollten Kontakte knüpfen, und die Idee, einen Fahrrad-Flohmarkt zu integrieren, erwies sich als Volltreffer.

Viele schöne Begegnungen bei Sonnenschein: Das schöne Wetter verlockte zum Plausch im Freien. Foto: Astrid Hagen-Wehrhahn

Auch das Wetter hätte besser nicht sein können. Die milden Temperaturen lockten zu den Hoch-Zeiten mehr als 100 Gäste zur Veranstaltung. Viele trugen Tische und Stühle aus der Halle nach draußen und ließen sich auf dem Vorplatz nieder, um leckeren Kuchen, Kaffee, vor allem aber die Gespräche in der Sonne sitzend zu genießen.

Viele Begegnungen zwischen Einheimischen und Neubürgern, die sich bereits kennen, fielen sehr herzlich aus. Andere Kontakte wurden neu geknüpft, und das trotz mancher Sprachbarriere. Nicht nur Neubürger, die in der Mellrichstädter Gemeinschaftsunterkunft, im Stadtgebiet und in den Stadtteilen untergebracht sind, waren der Einladung gefolgt, auch Asylbewerber und Flüchtlinge aus Oberstreu, Hendungen, Stockheim und Heustreu waren zur Markthalle gekommen, manche in Begleitung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Immerhin waren damit mehr als ein Dutzend Nationen vertreten, unter anderem Syrien, Afghanistan, Eritrea, Albanien und Kasachstan. So verlief manches Gespräch unter Mithilfe von Händen und Füßen. Und wenn das nicht funktionierte, kam Dolmetscher Mustapha Houneineh gern zu Hilfe und übersetzte.

Helmut Dietz vom Bürgeramt, in der Stadt zuständig für Flüchtlingsfragen, und Marianne Fritz vom Solidaritätsteam wurden mit großem Hallo und Umarmungen begrüßt. Auch zwischen Deutsch-Lehrerin Renate Brandstädter – sie unterrichtet in den Integrationskursen der Volkshochschule – und ihren Schülern gab es herzliche Begrüßungen. Einige der Neubürger standen den Ehrenamtlichen auch hinter den Theken helfend zur Seite. Keine Berührungsängste hatten auch die Kinder, für die das Solidaritätsteam eine Spielecke im Obergeschoss der Markthalle eingerichtet hatte. Und draußen trafen sich die Jüngsten zum Karten und zu Brettspielen.

Vom sonnigen Vorplatz aus konnte man auch gut dem Treiben auf dem Fahrrad-Flohmarkt zuschauen, ein Highlight des Begegnungsnachmittags. Einige Einheimische boten ihre Fahrräder, die bislang daheim ungenutzt im Keller oder der Garage standen, den Asylbewerbern zum Kauf an. Klar, dass diese verkehrstauglich sein mussten und preislich recht günstig angeboten werden sollten. Schon im Vorfeld hatten einige Bürger bei Stadträtin Karoline Karg, die den Flohmarkt leitete, Fahrräder abgegeben. Fachmännisch durchgecheckt und auf ihre Verkehrssicherheit hin überprüft, standen auch diese Zweiräder zum Verkauf.

Kaum hatte Karoline Karg den Flohmarkt eröffnet, standen auch schon Interessenten bereit. Zu den ersten Käufern zählte der 18-jährige Zubair Sultani aus Afghanistan, der ein Top-Fahrrad zu einem sehr günstigen Preis erwarb. Er freute sich riesig über den guten Deal, vor allem aber auch darüber, dass er mit dem Drahtesel in Zukunft sehr viel mobiler und flexibler ist. Auch seine drei Mitbewohner – sie leben in der Schillerstraße in Mellrichstadt in einer Wohngemeinschaft – wurden auf dem Flohmarkt fündig und sind nun stolze Besitzer eines eigenen Fahrrads.

Doch nicht nur Erwachsenenräder wurden angeboten, auch Kinderfahrräder, Bobby Cars, Tretroller, Laufräder, Inline-Skates und Kettcars standen vor allem bei den jüngeren Neubürgern hoch im Kurs. Karoline Karg hatte alle Hände voll zu tun, denn natürlich musste sie mit den Eltern hart verhandeln, bevor man sich schließlich über den Preis einig wurde und die Kleinen auf dem Tretroller oder Bobby Car ihre ersten Runden drehen durften.

Am Ende des gelungenen Begegnungstages hatten viele nicht nur neue Kontakte geknüpft und interessante Gespräche geführt, auch fast alle Fahrräder hatten ihren Besitzer gewechselt, und drinnen war das rund 25 Kuchen und Torten umfassende Buffet nahezu leer gefegt.

Der Verkaufserlös aus den Fahrrädern, die die Einheimischen unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben, fließt im Übrigen in einen Spendentopf, aus dem Veranstaltungen, wie etwa der Begegnungstag, finanziert werden.

Von  Astrid Hagen-Wehrhahn

Engagement

Zuerst einmal an dieser Stelle: HERZLICHEN DANK ALLEN, die den Flüchtlingen in Mellrichstadt bereits in irgendeiner Form ihre Hilfe und Unterstützung zukommen lassen, sei es in ideeller oder materieller Form!

Der Helferkreis sucht in verschiedenen Bereichen weitere Unterstützung. Wenn Sie sich einem Helferkreis anschließen möchten, um ehrenamtlich mitzuarbeiten, benutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Sachspenden

Das Gebrauchtwarenkaufhaus in Unsleben freut sich immer sehr über Kleider- und Sachspenden. Dringend benötigt werden: Fahrräder, Inline-Skates, Möbel und Winterbekleidung (diese Dinge auch für Kinder aller Altersgruppen) sowie Wohnungen (2-4 Zimmer) vorzugsweise in Mellrichstadt für Einzelpersonen und Familien, die aus der Gemeinschaftsunterkunft ausziehen dürfen bzw. müssen.

Hier finden Sie die Adresse und die Öffnungszeiten des Gebrauchtwarenkaufhauses in Unsleben:

Öffnungszeiten:                                           Adresse:
Do: 13:00 – 17:00 Uhr                                 Friedhofweg 14
Fr: 13:00 – 17:00 Uhr                                   97618 Unsleben
Sa: 9:00 – 12:00 Uhr

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